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Wie feiert ihr Weihnachten als Patchworkfamilie?

Zu dieser Frage hat mich Patchworkmama Yvonne für ihren Podcast interviewt. Wir wagen dieses Weihnachten erstmalig das Experiment und feiern Heiligabend mit allen zusammen: ich als (Bonus)Mama, mein Mann, unsere gemeinsamen Kinder, mein Bonuskind, Großeltern, Onkel, Tante und leiblicher Mutter. Wie das funktionieren kann und wie ich mich damit fühle? Darüber spreche ich mit Yvonne. Außerdem gebe ich Tipps, wie Du gelassen durch die Weihnachtszeit kommst. Viel Spaß beim Zuhören und/oder Lesen!

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Marita, willkommen zum Podcast.

Marita: Schön, dass wir uns wieder hören.

Yvonne: Es ist nicht mehr lang. Weihnachten steht kurz bevor. Ich habe gesehen, Du hast ein Programm extra für Stiefmütter ins Leben gerufen. Jetzt in der Vorweihnachtszeit. Dass sie ein bisschen entspannter da rein gehen. Erzähl mal was davon.

M: Die Idee ist: Das ist kein Programm, das ist ein Adventskalender.

Du bekommst dann jeden Tag eine Email, wenn Du Dich anmeldest.

Es ist so, dass wir eine Stiefmutter durch ihre Adventszeit begleiten. Ich habe eine Geschichte geschrieben über Sabine. Sie ist 37, hat einen Sohn zusammen mit ihrem Mann Rainer, der ist 5. Und Rainer hat noch eine Tochter, die ist 10, und kommt jedes zweite Wochenende zu ihnen.

Also eine Situation, die vielleicht einigen Stiefmüttern da draußen durchaus vertraut ist. Sabine ist ein bisschen gestresst in der Vorweihnachtszeit, weil sie eine so lange To-Do-Liste hat und sich um so viele Dinge kümmern muss. Ich habe gedacht, ich helfe ihr ein bisschen bzw. ihre gute Freundin Simone hilft ihr mit guten Tipps und Ratschlägen.

Ich denke, dass das auch etwas ist, was den Stiefmüttern da draußen auch helfen kann, ein bisschen gelassener zu bleiben und zu gucken, worum geht es denn eigentlich? Was kann ich für mich tun? Wie kann ich schauen, auf was es wirklich ankommt? Einfach, dass das ganze nicht so ein Stress wird, sondern was es ja eigentlich sein soll: Etwas Schönes, Zeit mit der Familie und auch Zeit für einen selbst. Wie kriege ich das hin?

Das ist ja eigentlich nicht nur etwas für Stiefmütter, sondern allgemein für alle Eltern in der Vorweihnachtszeit. Großeltern auch.

M: Ja, wenn die technisch so drauf sind, dass sie die Emails jeden Tag lesen wollen. Ich denke, meine Mama wird sich das ganze auch zu Gemüte führen. Es ist auch durchaus für Mütter. Ich denke, da kann sich jeder ein Stück weit wiederfinden. Die Geschichte ist dann natürlich so, dass die Stieftochter Sophie dann auch zu denen zu Besuch kommt am Umgangswochenende. Aber das, was dahinter steckt, was ich ja den Lesern mitgeben möchte, sind ja ein paar Übungen. Also einfach zu schauen, was sind denn meine Bedürfnisse? Worum geht es mir denn, wenn ich mich über etwas aufrege? Was steckt denn dahinter? Ich glaube, das ist wirklich für jeden interessant. Ein Erkenntnisgewinn. Gut, sich das mal bewusst zu machen und dann entsprechend damit umzugehen. Man bekommt auch jeden Tag einen kleinen Videolink, dass man da ein bisschen abschalten kann. Manchmal ist eine Übung dabei. Manchmal ein Gedicht, ein Zitat, einfach so ein kleiner Impuls.

Y: Man bekommt jeden Tag eine Email, wie ich das jetzt verstanden habe. Du erzählst einen Teil von der Geschichte. Wird die dann immer fortgesetzt von einem Tag zum anderen?

M: So ist es.

Ein Video ist manchmal dabei und eine Hausaufgabe.

M: Ja, manchmal. Ich wollte jetzt nicht, dass das so ausartet und ein Programm wird. Es soll ja entspannen und nicht zusätzlicher Stress sein. Daher ist es oft eher etwas Meditatives, ein schönes Lied oder ein Gedicht, das man für sich mit in den Tag nehmen kann. Ich habe es ja auch “Deine tägliche 5-Minuten-Auszeit” genannt, dass es nicht ausartet, sondern dass man einen kleinen Impuls hat. Das wird auch gleich morgens verschickt um 7 Uhr. Dann kann man so in seinen Tag übernehmen, wann es passt. Auf dem Weg zur Arbeit vielleicht in der U-Bahn oder in der Mittagspause. Je nachdem, jeder wie er möchte.

Y: Als Tagesinspiration mit in den Tag nehmen.

Wie feiert ihr denn Weihnachten? Sag mal.

M: Dieses Jahr wird es sehr bunt und trubelig, und auch ein großes Experiment. Wir hatten es in den letzten Jahren so. Ich habe ja zwei Töchter mit meinem Mann zusammen, die sind 5 und 6. Mein Mann hat noch einen Sohn, der ist 10. Bis jetzt war es immer so, dass der Junge ein Jahr bei uns war und ein Jahr bei seiner Mama. Letztes Jahr war er bei uns. Deshalb wäre er eigentlich dieses Jahr bei seiner Mama. Die hat aber gesagt: “Ach, das ist doch bei euch viel netter mit Großeltern und großer Familie.” Ob er nicht auch wieder hier mitfeiern kann. Dann haben wir natürlich gesagt, na klar.

Dann war meine Idee – sie hat jetzt in diesem Jahr ihren Vater verloren und wäre jetzt ziemlich alleine. Jetzt machen wir es tatsächlich so, dass wir erstmalig alle zusammen feiern und sie mit dazu einladen. Ich bin gespannt, wie gut es klappt. Aber ich denke, dass wir mittlerweile alle so auf Augenhöhe miteinander umgehen, dass das hoffentlich schön harmonisch wird, und dass jeder einfach so bei sich ist und gucken kann, was er in dem Moment braucht, dass es nicht eskaliert. Wir haben es auch mit allen besprochen, mit Großeltern und Tanten, Onkeln, die dabei sind. Alle, denen ich das so erzähle, finden es eine super Sache und sind gespannt, wie es funktioniert.

Y: Das ist es auch, definitiv.

Das finde ich toll. Das ist ja das, wo viele auch hinkommen wollen.

Dass man miteinander auf Augenhöhe kommuniziert und dass man einfach auch an so einem Tag wie Weihnachten zusammensitzen kann und dann nicht wieder die alten Geschichten auf den Tisch packt. Sondern im Hier und Jetzt das Zusammensein einfach genießen. Wenn man das kann, finde ich das toll. Vor allem für den Großen wird das ja auch eine tolle Erfahrung sein, oder?

M: Ja. Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich das überhaupt so öffentlich erzähle, weil das, glaube ich, etwas ist, wo viele, die jetzt noch in so schwierigen Situationen feststecken, sagen: “Das ist ja völlig unrealistisch! Das wird ja niemals passieren! Das ist ja toll, dass das bei dir alles so easy-peasy ist, aber das ist ja völlig weltfremd.” Deswegen hatte ich schon überlegt, ob das zu – ich weiß gar nicht, wie ich das formulieren soll – harmonisch wirkt. So happy-family-mäßig. Aber ich finde es einfach wichtig.

Meine Geschichte mit dem Tom geht ja jetzt auch schon fast 10 Jahre. Und ich glaube, auch noch vor 2, 3 Jahren hätte ich mir das nicht vorstellen können, dass wir mal an diesem Punkt sein würden. Ich glaube, das kann auch ein Stück weit Mut machen und einfach zeigen, dass das möglich ist. Dass viel von deiner eigenen Haltung und deiner Entwicklung, die du halt mitmachst, abhängt. Natürlich gehören alle zusammen. Und natürlich funktioniert das nur, wenn alle das wollen. Ich kann mir schon vorstellen, dass bei vielen da viele Vorbehalte sind, aber ich hoffe einfach, dass das so ein fernes Ziel für manche sein kann. Oder eine Hoffnung, dass man auf dem Level miteinander umgehen kann.

Wie haben denn die anderen darauf reagiert, als du mit der Idee kamst?

Meistens sind wir ja die ersten, die das vielleicht noch hinkriegen, aber für die Ex-Partner ist es ja manchmal noch viel schwieriger als für uns.

M: Mit meinem Mann habe ich natürlich als erstes geredet. Der meinte: “Echt? Wirklich? Naja, wenn Du das kannst!” Der war da auf meiner Seite oder hat da in erster Linie an mich gedacht. Das fand ich auch super. Dann war meine Sorge, wie ist das mit den Großeltern. Wie gehen die damit um? Das war meine erste Überlegung. Weil ja die Mutter von meinem Mann die Ex-Partnerin auch noch als seine Partnerin kennengelernt hat. Dann haben wir aber mit jedem einzeln darüber geredet und es war durchweg einfach positiv. Eher so, schauen wir mal, aber finde ich gut.

Mit ihr haben wir es dann besprochen, als wir uns mal bei einer Übergabe auf einem Spielplatz getroffen haben. Da hatten wir Zeit und haben über einige Themen geredet. Das war dann eins davon. Ich glaube, sie hat sich ziemlich gefreut und hat auch, ohne groß darüber nachdenken zu müssen, spontan gesagt, das würde sie annehmen. Und dann war das gesetzt.

Ich glaube, das wichtigste ist wirklich, dass ich für mich weiß: was ist mir wichtig?

– und das gilt ja für jede Familie. Ich sage mal, Weihnachten ist ja immer so etwas, wo viele zusammenkommen, die man nicht so häufig sieht, also Verwandte zu Besuch sind. Da ist ja immer diese Gefahr, was kommen da für alte Geschichten wieder hoch. Was du auch gerade gesagt hast. Ich glaube wirklich, das wichtigste ist, dass ich für mich weiß: was ist mir wichtig, worum geht es mir. Und dass ich da auf mich selber gucke und das klar hab. Dann kann ich auch sagen, es ist mir wichtig, dass wir jetzt mal jeder Ruhe für uns haben oder je nachdem.

Was ich mir nicht hätte vorstellen können, ist, wenn wir jetzt nur wir fünf und sie wären. Sondern da sind noch Großeltern, da sind noch Onkel und Tanten dabei. Ich finde, das macht es auch ein bisschen lockerer, weil sich jeder mal mit jedem beschäftigen kann und auch die Kinder unterschiedliche Ansprechpartner haben. Vielleicht auch da, dass man einfach guckt, was brauche ich.

Und wenn ich sage, ich brauche jetzt mal Zeit für mich, oder ich nehme mal nur ein Kind und gehe mit dem eine Runde raus. Dass man da nicht diese Verpflichtung hat. Jetzt müssen alle. Und man muss immer um den großen runden Tisch sitzen, und alle zusammen sein. Ich glaube, das macht es auch anstrengend. Wenn jeder seine Nische rauspickt und guckt, was tut mir jetzt gut, dann ist das eine gute Basis, auf der das ganze funktionieren kann.

Das heißt, alle kommen zu euch dieses Jahr Weihnachten?

Also es findet bei euch in der Wohnung statt.

M: Genau.

Wie schützt du dich selber davor, nicht in Stress zu geraten? Wenn man so full house hat an Heiligabend, hat man ja schon gut zu tun.

M: Zum Glück ist mein Mann Koch. Das heißt, den Part übernimmt er. Wenn ich so in mich horche, ich mache mir gar nicht so viele Sorgen. Ich glaube, das wird gut. Diese große Runde entspannt mich eigentlich eher. Ich glaube, was wichtig ist, ist, dass ich nicht das Gefühl habe: “Ich bin dafür zuständig, dass es jedem gut geht. Ich muss dafür sorgen, dass jetzt hier jeder glücklich ist und jeder die ganze Zeit bespaßt ist. Und die ganze Zeit für Programm sorgen.” Sondern, jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Wenn der eine jetzt grad Bewegung braucht oder dem es wichtig ist, nach dem Essen einen Spaziergang zu machen, dann soll der das sagen. Das ist nicht meine Aufgabe, dann zu gucken, der braucht jetzt das, der braucht jetzt das, wie kriegen wir das hin. Sondern zumindest, dass jeder sagt, was er braucht, das wäre meine Idealvorstellung. Und dass man dann guckt, wie können wir es verbinden. Und dass man nicht den einen Wunsch auf Kosten des anderen Wunsches umsetzt, sondern schon guckt, okay, wie kriegen wir alles unter einen Hut. Aber es ist meine Ausrichtung, dass jeder für sich selber verantwortlich ist. Zumindest zu sagen, was er braucht.

Y: Das ist ja auch so ein wichtiger Punkt, den man sich immer wieder vergegenwärtigen sollte:

Für die Gefühle des anderen bist du nicht verantwortlich.

Der andere ist nicht für deine Gefühle verantwortlich, sondern du bist es selbst.

Gibt es noch einen Tipp, den du vor allem Stiefmüttern jetzt in der Vorweihnachtszeit mitgeben kannst, die sich vielleicht auch mit dieser Frage beschäftigen – ich wollte fast quälen sagen: Wie feiern wir Weihnachten? Bei vielen habe ich mitbekommen, ist es noch gar nicht klar, wo sind die Kinder? Bei wem sind die wann?

Hast du für diese Mütter einen Tipp, den du mitgeben kannst?

M: Ich glaube, der Tipp ist immer der gleiche. Was du gesagt hast: Die Gefühle sind ja erstmal da. Die zeigen ja auf die Bedürfnisse hin, die dahinter liegen. Wenn ich jetzt sage, die Kinder sind jetzt dieses Jahr bei meinem Partner. Und ich spüre in mich rein und merke, ich bin traurig deswegen. Worum geht es mir denn? Dann kann ich gucken, okay, mir geht es darum, Gemeinschaft zu haben.

Und dann überlege ich, wie kann ich mir denn das erfüllen, obwohl jetzt meine Kinder nicht da sind? Kann ich bei einer Freundin mitfeiern? Kann ich mit den Kindern einen Tag vorher feiern? Da ist ja auch ein Wochenende. Vielleicht lässt sich das ja organisieren. Also einfach zu gucken, was für ein Bedürfnis steckt da hinter meinem Gefühl, das sich jetzt erstmal nicht gut anfühlt. Das ist ja erstmal nur ein Hinweis. Wie eine Warnleuchte, die mir sagt: Guck mal, irgendwas brauchst du. Irgend etwas fehlt dir gerade, und deshalb fühlst du dich jetzt so.

Oder jemand anderes, die jetzt sagt: Um Gottes Willen, da kommen jetzt die und die und das ist alles so stressig.

Was steckt dahinter? Wünschst du dir Unterstützung?

Kannst du vielleicht sagen: Liebe Tante Elfriede, kannst du vielleicht einen Nachtisch mitbringen? Oder kannst du dich immer darum kümmern, dass genug Getränke im Haus sind oder so etwas. Dass man dann sagt, es geht mir da um Unterstützung. Und schon im Vorfeld guckt, wie kann ich selber dafür sorgen, dass es mir da gut geht. Dieses Gefühl, das man hat, was auch immer das ist – Einsamkeit, Traurigkeit, vielleicht Ärger wegen Unzuverlässigkeit, oder so etwas – was kann ich da für mich selbst tun, damit es mir da besser geht, oder um das dahinterliegende Bedürfnis zu erfüllen.

Die Erfahrung ist, wenn ich das für mich klar habe, und das dann auch ausspreche, dann sind die anderen bereit, dir da wohlwollend entgegenzutreten. Also dich da wirklich zu unterstützen. Nur, die Voraussetzung ist natürlich:

  • a) Ich weiß, was es ist und
  • b) ich schaffe es, das so auszudrücken, dass der andere überhaupt weiß, wie er mir helfen kann.

Das sind ja die beiden Punkte, an denen ich für mich selber arbeiten kann. Das ist zum Beispiel auch das, was die Sabine aus meinem Adventskalender lernt, und deshalb durchaus hilfreich sein kann.

Y: Das wäre jetzt der nächste Punkt. Das ist ja nicht immer so leicht, sofort zu erkennen: Welches Bedürfnis steckt jetzt dahinter. Oder was ist die Story hinter der Story, die gerade läuft.

Aber die Tools bekommt man in deinem Adventskalender, wenn man sich bei dir anmeldet?

M: Ja.

Y: Wo meldet man sich denn bei dir an?

M: Auf meiner Webseite www.patchworkaufaugenhoehe.de/adventskalender. Das ist auch direkt auf der Startseite verlinkt. Da kann man seine Emailadresse angeben und dann geht es ja übermorgen schon los mit der ersten Email.

Y: Ich werde das auch in den Shownotes unten verlinken, im Text wird man das auch finden. Man findet dich auch auf Facebook, nicht wahr?

M: Genau. Ich habe eine Gruppe, die heißt “Entspannt Stiefmutter sein”. Darum geht es ja auch, diese Gelassenheit. Das, finde ich, ist das wichtigste. Man macht sich so viel Druck und Stress. Ich glaube, wenn man es schafft, gut für sich selbst zu sorgen und einfach zu schauen, was brauche ich, und für eine Ausgeglichenheit zu sorgen, das ist die Basis für alles. Dann funktioniert es auch mit dem Rest.

Das ist wirklich die Grundvoraussetzung. Diese Klarheit für sich: Was brauche ich.

Und dann kann man das auch entsprechend formulieren.

Y: Und auch umsetzen.

M: Genau! Entweder selber oder halt auch jemanden darum bitten.

Y: Auch die Gruppe werde ich unten in die Shownotes verlinken. Hast du denn für dich ein kleines Ritual ins Leben gerufen, das du sagst, das mache ich tatsächlich für mich regelmäßig?

Um selbst nicht ins Trudeln zu geraten?

M: Während der Adventszeit hatte ich mir vorgenommen, diesen Impuls zu nehmen: Ich nenne das Wertschätzungs-Tagebuch. Dass ich täglich gucke, was ist Schönes passiert. Wofür kann ich dankbar sein? Mir das bewusst zu machen, weil das den Fokus verschiebt von dem Negativen – was ist alles schief gelaufen? was war stressig? was hat mich geärgert? – hin zu: Was gab es denn, was schön war?

Wenn das von jemandem war, jemand hat etwas Nettes gemacht, dass ich dann sagen kann, was hat das denn bei mir erfüllt. Jemand war besonders freundlich, hat mich beim Einkaufen vorgelassen. Das war super, weil ich dadurch ein bisschen schneller war, hatte meinen Bus noch erreicht und hatte dann nachher keinen Stress. Oder so etwas. Einfach diese Kleinigkeiten sich bewusst zu machen, hilft, in diese Haltung zu kommen von Dankbarkeit. Wenn man dankbar ist, kann man nicht gleichzeitig genervt sein. Das ist so, dass man dann etwas Positives hat, so ein schönes Gefühl. Das habe ich mir jetzt nochmal bewusst – ich mache das auch sonst – für die Adventszeit vorgenommen.

Y: Das machst du jeden Tag.

Schreibst du da deine kleinen Dinge rein, wofür du an diesem Tag besonders dankbar warst oder bist.

M: Ja.

Y: Das ist ja auch etwas Schönes. Das kennt man ja, dieses Dankbarkeits-Tagebuch. Ich glaube, jeder nennt das etwas anders. Vor allem, wenn man mal nicht so gut drauf ist, kann man sich das ja super zur Hand nehmen und einfach mal ein bisschen darin herumblättern, um seinen eigenen Fokus da oben einfach mal wieder auf andere Dinge zu lenken.

M: Das stimmt. Man denkt oft an den positiven Tagen, wo alles super war, da fällt einem ja viel ein. Man hatte nette Erlebnisse, dann ist es leicht, aber entscheidend ist es eigentlich genau an den anderen Tagen.

Denn auch an den supervollen, stressigen, nervigen Tagen gibt es ja immer Kleinigkeiten.

Und wenn es nur – was heißt nur – wenn es auf dem Weg zur Arbeit das Morgenrot am Himmel war oder wenn es ein nettes Lied im Radio war, was mich aus meinem Trott gerissen hat. Oder einfach ein freundlicher Mensch im Supermarkt. Egal! Gerade die Kleinigkeiten! Ich finde, das ist so eine Fähigkeit, seinen Fokus zu ändern, hin zu: Wofür bin ich dankbar? Was ist Schönes passiert? Das ändert ganz viel in einem drin.

Y: Und schult auch den Blick auf die Kleinigkeiten des Tages, auf die schönen vielen Kleinigkeiten, die man sonst ganz schnell vergisst und übergeht. Sehr schön!

Ich bin gespannt auf deinen Adventskalender.

Am 1.12. geht die Folge hier raus. Die, die es hören, es ist ja schon der 1.

M: Man kann sich immer noch anmelden.

Y: Man kann sich jederzeit anmelden, auch wenn man erst am 10. davon hört, hat man trotzdem noch 14 Tage was von dir. Es geht tatsächlich bis zum 24.?

M: Es geht bis zum 24. Und ich werde es auch so machen, dass man, wenn man später einsteigt, die Anfänge der Geschichte auf jeden Fall noch nachverfolgen kann. Weil es ja eine fortlaufende Geschichte ist. Dass man nicht den Anfang verpasst, sondern da wird es dann die Möglichkeit geben, dass man dann die Türchen, die jetzt schon rum sind, noch nachlesen kann.

Y: Das ist ja auch schön. Wenn man so als Kind einen Adventskalender mit Schokolade geschenkt bekommen hatte, und es war schon Nikolaus, dann hatte man nicht nur eine Tür, sondern gleich 6!

M: Jaja, das erinnert mich jetzt schon gleich an meine Geschichte. Das werdet ihr dann ja lesen. Der Junge aus der Geschichte macht da gerade am Anfang mit seinem Adventskalender Dinge, die die Mutter nicht so erfreuen. Und wie geht sie damit um? Also, es sind so Sachen, ich glaube, darin kann sich jeder wiederfinden.

Y: Ja, das erinnert mich auch an eine Geschichte meines Bruders. Der hatte am ersten Tag schon alles weggefressen.

M: Genau. Das gibt es ja auch in vielen Familien.

Und dann ja auch wieder: Wie gehe ich damit um?

Das werdet ihr dann sehen, was die Sabine aus unserer Geschichte macht.

Y: Danke, Marita, für den kleinen Exkurs. Ich bin gespannt, wie viele sich bei dir anmelden und auf welche Resonanz. Du wirst da sicherlich auch Feedback bekommen. Das darf man dir sicherlich auch geben, nicht wahr?

M: Ja, gerne!

Y: Schön! Auf eine entspannte Vorweihnachtszeit für Mütter und Stiefmütter.

M: Die wünsche ich dir auch.

Y: Super, danke dir!

M: Sehr gerne!

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