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Last Updated on 19. Juli 2021 by Marita

Seit Juli 2021 ist mein Buch “Patchwork Power! So wird die Sache mit der Bonusfamilie zum echten Bonus” erhältlich. Nach meinen “zwei Bauchkindern und einem Bonuskind” kommt damit ein “Buchkind” dazu. Das fühlt sich für mich ein bisschen so an wie Weihnachten oder das Hinfiebern auf den Entbindungstermin. Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich riesig, dass ich so noch mehr Patchworkfamilien erreichen kann. Mein ganz großes Anliegen ist es, dass wir gemeinsam wegkommen von den ewigen Patchwork Problemen und hin zu dem Patchworkleben, das Du Dir damals erträumt hast. Wie das geht? Das verrate ich Dir…

 Für wen ist dieses Buch?

“Patchwork Power!” ist für Menschen, die in einer Beziehung mit einem Partner leben, der schon mindestens ein Kind mit einer anderen Person hat. Für Menschen, die sich fragen, ob sie dieses Kind lieben können, die sich eigene Kinder wünschen und gleichzeitig Angst davor haben, wie es dann weitergehen würde. Für Menschen, die eigentlich nie Kinder wollten, aber plötzlich zeitweise mit einem Schulkind oder Teenager zusammenleben. 

Dieses Buch ist für Menschen, die bei dem Gedanken an das nächste Umgangswochenende Bauchschmerzen bekommen. Für all die Menschen, die sich immer wieder bei dem Gedanken ertappen, wie viel einfacher ihr Leben wäre, wenn es dieses Kind nicht gäbe. Für die, die sich schon den Satz anhören mussten: “Du wusstest doch, dass er ein Kind hat!” und nicht wissen, was sie dazu sagen sollen. 

Es ist für die Menschen, die trotzdem an der Beziehung festhalten, die ihren Partner unterstützen und für seine Kinder da sein wollen; die freitags die Lieblingswurst vom Bonussohn einkaufen, obwohl sie Vegetarier sind; die der Teenie-Bonustochter ihr Make-up geben und hinterher beim Blick ins Badezimmer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen; die darauf hoffen, dass alles irgendwann leichter wird und glauben, dass sie sich einfach noch ein bisschen mehr anstrengen müssen, damit es klappt; die am Patchworkleben teilweise verzweifeln und eigentlich lieber darüber lachen würden. 

 

Autorin von Patchwork Power, Marita Strubelt mit ihrer Patchworkfamilie

 

Ich mit meinem Mann, meinem Bonussohn und unseren zwei Töchtern

Wie ist die Idee zu dem Buch “Patchwork Power!” entstanden?

 

Ich habe eine spezielle Facebook-Gruppe für Bonusmamas gegründet, die noch ganz am Anfang ihres Patchworklebens stehen (“Patchwork Power! von Anfang an”). Die meisten waren frisch  mit ihrem Partner zusammen, hatten die Bonuskinder teilweise noch nicht kennengelernt oder standen vor dem nächsten Schritt wie z.B. zusammenzuziehen. So konnte ich Schritt für Schritt mitdenken, was sie brauchen, um ihre Beziehung von Anfang an zu gestalten und die Weichen gut zu stellen.

Im Laufe meiner Arbeit habe ich festgestellt, dass dabei nicht die zeitliche Dauer der Beziehung entscheidend ist, sondern an welcher Stelle wir in der persönlichen Entwicklung stehen. Viele Patchwork-Eltern bleiben früher oder später im Hamsterrad stecken. Wenn man dort Runde für Runde weiterrennt, können schon einige Monate oder gar Jahre vergehen. Dann braucht es bestimmte Schritte, um dort wieder rauszukommen und Patchwork Probleme in Patchwork Power zu verwandeln. Diesen Lösungspfad beschreibe ich in meinem Buch. 

Status Quo vor Patchwork Power - Stiefmutter-Hamsterrad Darstellung
Das Stiefmutter-Hamsterrad (Grafik aus dem Buch Patchwork Power!)

Worum geht’s bei Patchwork Power?

Dieses Buch nimmt Dich mit auf eine Reise. Von Deinem Status Quo, den ewigen Runden im Stiefmutter-Hamsterrad hin zu einem stressfreien Patchworkleben auf Augenhöhe mit allen Beteiligten. Die Erkenntnisse bauen aufeinander auf. Es ist also wichtig, dass Du den Prozess in der Reihenfolge der Kapitel durchläufst. Du brauchst das Wissen aus Schritt 1, damit Du von da aus Schritt 2 in Angriff nehmen kannst. Das Buch möchte Dich über einen längeren Zeitraum und Deinen Entwicklungsprozess begleiten.

Patchwork ist schwieriger, als ich gedacht habe.

Wir starten bei dem Moment, an dem Dir plötzlich bewusst wird “Patchwork ist schwieriger, als ich gedacht habe.”

Ich erinnere mich noch gut an eine Situation an einem der ersten Umgangswochenenden vor über zehn Jahren mit meinem Bonussohn. Damals bin ich mitgefahren, um ihn zu seiner Mama zu bringen. Während mein Partner mit ihm ins Haus gegangen ist, habe ich im Auto gewartet – und musste weinen. 

Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf: Die Zeit mit dem Jungen war anstrengend gewesen, ich war erleichtert, dass er jetzt wieder weg ist und hatte gleichzeitig ein schlechtes Gewissen. Sowas darf man doch nicht denken, er ist doch noch ein Kind. Ich habe mich gefragt, was mein Partner da jetzt eigentlich so lange mit seiner Ex zu besprechen hat und warum ich nicht mit reingegangen bin. Aber eigentlich hätte ich das auch nicht wirklich gewollt, glaube ich…

Mein Partner kam zurück, sah, dass ich geweint hatte und konnte es einfach nicht verstehen. Das war so ein Moment, in dem ich gemerkt habe:

Patchwork ist viel schwieriger als ich gedacht habe.

Raus aus dem Stiefmutter-Hamsterrad

Der größte Teil des Buches beschäftigt sich mit der Lösung (nämlich Patchwork Power!), denn diese zu fokussieren ist viel hilfreicher, als ständig weiter über das Problem zu grübeln.

Es gibt 5 Etappenziele, die Deine Entwicklungsschritte beschreiben: 

  • Ich erkenne, worum es mir geht
  • Ich sage, was mir wichtig ist. 
  • Ich treffe eine bewusste Entscheidung. 
  • Ich lasse unterschiedliche Sichtweisen nebeneinander stehen. 
  • Wir finden gemeinsame Lösungen auf Augenhöhe

 Der Lösungsweg hin zu Patchwork Power

In einer Patchworkfamilie geht es viel darum, dass jeder seinen Platz findet. Augenhöhe miteinander klappt dann, wenn jeder für sich die Klarheit hat, was er braucht, und zwar unabhängig vom anderen. Wenn ich einen engen Tunnelblick habe und nur eine einzige Lösung zulasse, ist es in dem Moment unmöglich, wenn ein anderes Familienmitglied bei meiner Lösung nicht mitgehen will. Das Ziel ist also immer, einen möglichst großen Pool an gemeinsamen Lösungen zu finden und somit die Chancen zu erhöhen, eine zu finden, die für alle passt. Das setzt eine gewisse Grundhaltung vor allen den Kindern gegenüber voraus. 

Liebe ist eine Entscheidung

Wenn eine Frau schwanger wird und ein Kind auf die Welt bringt, sorgt ein Hormoncocktail dafür, dass Mutter und Baby sich sozusagen ineinander verlieben. Endorphine lösen einen regelrechten Rausch aus und bewirken, dass die Schmerzen der Geburt schnell vergessen sind. Oxytocin ist das Hormon, das nicht nur dafür sorgt, dass die Wehen und der Milchfluss einsetzen, sondern hat auch wichtige emotionale Funktionen. Nicht umsonst wird es auch als “Kuschelhormon” bezeichnet und mit Vertrauen, Zuneigung und Ruhe in Verbindung gebracht. Eine besondere Rolle spielt es bei der Mutter-Kind-Bindung und dem Bonding direkt nach der Geburt. 

Als nicht-leibliche Mutter gibt es diese Hormonausschüttung nicht. Du verliebst Dich also nicht automatisch in Dein Bonuskind – und das ist völlig ok so! Es ist normal, dass Du Deinem Bonuskind gegenüber andere Gefühle hast als Deinem eigenen Kind. Du hast ja auch andere Gefühle für Deine Mutter als für Deine Schwiegermutter – auch wenn beide zur Familie gehören. 

 

Ein (Bonus)Mutter kümmert sich um ihr Stiefkind mit ihrem leiblichen Kind in der Trage

Bei einem leiblichen Kind sind in der Regel die mütterlich liebevollen Gefühle zuerst da und sorgen dafür, dass eine Mutter sich um ihr Kind kümmert. Bei einem Stiefkind kommt die bewusste Entscheidung (also das Commitment) zuerst, die liebevollen Gefühle können dann im Laufe der Zeit entstehen. 

Die vielen Ratgeberbücher für Eltern zeigen, dass auch Hormone nicht alles regeln und eigene Kinder trotz aller Liebe durchaus herausfordernd sein können. Der wesentliche Unterschied zur Patchworkfamilie ist, dass es für leibliche Eltern nicht so leicht ist, aus der Nummer wieder herauszukommen. Damit Du Deine Kraft nicht in die Dinge investierst, die Du nicht ändern kannst, braucht es eine klare Entscheidung von Dir, und zwar unabhängig, bedingungslos und erwartungsfrei. Die Freiheit Deiner Entscheidung ist dabei ganz wichtig, damit Du selbst handlungsfähig bleibst oder wieder wirst.

Dinge ändern wollen, die Du nicht ändern kannst 

Wenn Du Dir immer wieder die Fragen stellst, warum Du das eigentlich machst, ob sich das lohnt und Du nicht lieber gehen solltest, verbraucht das unheimlich viel Energie. Sich nach jedem Streit gedanklich mit einer möglichen Trennung zu beschäftigen, bindet die Kraft, die Du viel besser für die Lösungsfindung einsetzen könntest. Eine große Gefahr der Energieverschwendung besteht darin, sich Unmögliches zu wünschen.

  • “Ich wünschte, er hätte keine Kinder!”
  • “Warum hat er mit ihr das, was ich mir so wünsche…”
  • “Ich wünschte, seine Ex, die Mutter seiner Kinder, wäre kein Bestandteil unseres Lebens. Wäre er doch bloß nicht mit ihr verheiratet gewesen! Ich wünschte, seine Ex wäre nicht ausgerechnet sie!”
  • “Sie hatte die schöne und luxuriöse Zeit ohne Kinder mit ihm und ich habe die ganze Arbeit.”

Die Kinder sind nun einmal da, als fester Bestandteil Deines und eures Lebens. Natürlich weißt Du das vom Kopf her. Du hast Dich bewusst auf einen Mann mit Kind eingelassen. Die Realität ist aber unter Umständen so belastend, dass der Wunsch, er wäre einfach ein Single-Mann ohne Vergangenheit immer wieder hochkommt. Erst wenn Du die Situation annimmst, wie sie ist, kannst Du konstruktiv daran weiterarbeiten.

Du bist nicht alleine – Patchwork Power! für alle

Ich weiß, wie schwer das ist, denn ich habe das alles selbst erlebt. Meine Patchworkgeschichte geht nun schon über 10 Jahre. Als ich meinen Partner kennengelernt habe, war sein Sohn 1,5 Jahre alt und jedes zweite Wochenende bei ihm bzw. dann bei uns. Die Frage, ob ich so leben kann und möchte, hat mich von Anfang an beschäftigt. 

Später haben wir geheiratet und zwei Töchter bekommen. Damit kamen weitere Themen dazu: ob meine eigene Schwangerschaft für ihn überhaupt etwas Besonderes ist, die unterschiedlichen Gefühle als Mutter und Bonusmutter und die Beziehung der (Halb)Geschwister untereinander. Als mein Bonussohn vor 3 Jahren zu uns gezogen ist, habe ich mich nach Beratungsangeboten umgeschaut und bemerkt, dass es hier kaum Unterstützung, aber einen riesigen Bedarf gibt. Das war der Startpunkt für meine Entscheidung, mich als Patchwork-Coach selbständig zu machen. 

Übrigens…

Mein Lieblingssatz im ganzen Buch ist der allerletzte: Die Stiefmutter von Aschenputtel hätte dieses Buch nicht gelesen. Allein dass Du Dich damit beschäftigst, wie Patchwork gelingen kann, zeigt ja, dass Dir die Beziehung am Herzen liegt. Es schaffen zu wollen und selbst dafür aktiv zu werden, ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Deshalb möchte ich Dich ermutigen, auf dem Weg weiterzugehen. Ich begleite Dich gern auf Deiner Reise.

Du kannst das Buch bei Amazon bestellen oder hier (Buch7) oder unterstütze gern Deinen lokalen Buchhandel vor Ort.

Im Oktober startet “Der Kurs zum Buch” – Du kannst Dich jetzt schon unverbindlich dafür eintragen.

Mit einem Klick kannst Du Dir hier die Pressemitteilung herunterladen:

 

Patchwork Power löst Patchwork Probleme Pressemitteilung

 

Rezensionen zum Buch Patchwork POWER!

Mir ganz persönlich gefällt es besonders, dass es (Unter-)Kapitel gibt zu Themen wie „Macht und Ohnmacht“, „Das kompetente Kind“ oder „Adultismus ade – Augenhöhe ist angesagt“ und sogar „Bedürfnisse un-den“. Denn inhaltlich wird hier eine klare Verbindung gezogen zur beziehungsorientierten Pädagogik an sich und sogar in Richtung der unerzogenen Haltung. Damit wird der Ratgeber für mich ein Buch, das ganz auf der Höhe der Zeit zu einem unheimlich relevanten und fordernden Thema Stellung bezieht und Hilfe anbietet. Empfehlung!

komplette Rezension hier lesen

Inke Hummel

Marita Strubelt ist Patchworkcoachin und selbst Patchworkmama, hat also das, was ich als „Doppelqualifikation“ schätze, eine Verbindung aus fachlicher und privater Erfahrung. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie Stief- oder wie man heute sagt Bonuseltern behutsam dahin führt, sich aus dem in Patchworkfamilien verbreiteten Frust hinauszubegeben, und das geht – wie eigentlich immer – nur über die Veränderung der eigenen Haltung. Damit meint sie allerdings nicht, dass man lernen soll, alles stoisch zu ertragen. Wer das mal versucht hat, wird wissen, dass es nicht funktioniert.
Den fünf Positionen des Stiefmutter-Hamsterrads (Wunsch nach Wertschätzung – Enttäuschung – Abgrenzung – schlechtes Gewissen – Selbstzweifel, alles alte Bekannte für mich als Stiefmutter!) stellt sie fünf Stufen im Lösungspfad gegenüber (Selbstermächtigung – Selbstfürsorge – Commitment – Perspektivwechsel – Partizipation).
Sie beschreibt anhand anschaulicher Beispiele aus eigener Familie, ihrer Beratungspraxis oder in Form einer Tierfabel (der Hengst, der sich in eine Kuh verliebt und zu ihr auf die Weide zieht, seine herumspringenden Fohlen sind für die Kuh erstmal ein schwer zu verstehendes Ärgernis), welche Probleme unvermeidlich auftreten, wie man Werte- von Bedürfniskonflikten unterscheidet und welche man eher lösen kann, wie man seine eigenen Einstellungen ergründet, hinterfragt, aber auch für die eigenen Werte und die eigene Integrität eintritt. Sie verlockt Bonuseltern dazu, Verständnis für ihr Bonuskind und seine äußerlich vielleicht erstmal nervigen Verhaltensweisen zu entwickeln, und auf Seite 104/105 hat sie mich dabei mit ihrer persönlichen Geschichte vom CD-Player so erwischt, dass mir die Tränen kamen. Ich hätte das Buch doch gern zu Beginn meiner eigenen Entwicklung als Stiefmutter gelesen, aber dafür bin ich zu früh geboren oder Marita zu spät.
Dem Buch ist ihre Verankerung in der Gewaltfreien Kommunikation anzumerken, und zwar in der Variante, die ich auch schätze, die nicht zu Lasten von Klarheit und Wahren der eigenen Grenzen geht. Hinzu kommt eine bedürfnisorientierte Erziehung als Basis.
Geschrieben ist das Buch in einer ansprechenden, auch unterhaltsamen Sprache, die manchmal zum Schmunzeln einlädt (ich sag nur die Kuh!). Es ist gut gegliedert, mit Grafiken illustriert, mehrfarbig, einige Kernsätze sind in Großdruck hervorgehoben.
Marita Strubelt macht Bonuseltern Mut und schüchtert sie nicht mit Perfektionsansprüchen ein.
Buchtipp für Bonuseltern, die sich und ihre Bonuskinder besser verstehen wollen.
Marianne Nolde

Ich empfehle diesen Ratgeber allen, die an komplizierten familiären Situationen etwas ändern wollen, ohne immer nur auf das „schwierige“ oder „unbelehrbare“ Verhalten anderer zu verweisen.

Die Annahme der Selbstwirksamkeit und die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation, die dem Ratgeber zugrunde liegen, sind dabei tatsächlich für alle Familien- und Beziehungsformen hilfreich. Zwar richtet sich das Buch explizit an Stiefmütter und -väter (oder Bonuseltern, wie die Autorin sie nennt), die ihr Leben innerhalb der Patchwork-Familie stressfreier und zufriedener gestalten wollen. Es ist aber längst nicht nur für Familien in Patchwork-Konstellation hilfreich. 

Ein wirklich guter, lesenswerter Ratgeber, in den ich sicher auch selbst immer mal wieder schauen werde. Empfehlenswert!

vollständige Rezension hier

Sarah Zöllner

Das Buch ist optisch schon ein Hingucker, da es durch das farbenfrohe Layout auf die Vielfältigkeit und Buntheit von Patchworkfamilien hinweist. 

Dieses Buch ist nicht als Ratgeber konzipiert, sondern als ein Reisebegleiter vom “Stiefmutter-Hamsterrad” hin zu einem stressfreien Patchworkleben. 

Was das Buch für mich sehr besonders macht, ist, dass Marita ihre eigene Patchworkgeschichte immer wieder miteingeflochten hat. Das macht das Buch nah, erlebbar und berührend!

Ulla Grans